Kalender 2018


Liebe langjährige und neue Freunde des Kalenders "Bilder und Weisheiten aus Afrika"!

"KARIBU!" hört man häufig, wenn man in Ostafrika unterwegs ist. Wörtlich übersetzt heißt dies "Herzlich willkommen!", aber die Bedeutung geht weit über diese "Floskel" hinaus.
Egal, ob man mit diesen Worten einen Menschen begrüßt, ihn herein bittet, ob man eine Speise serviert, eine Ware verkauft, jemanden einlädt wiederzukommen oder die Zufriedenheit über einen Geschäftsabschluss ausdrückt - "Karibu" ist immer verbunden mit der großen Herzlichkeit, die den Menschen in Ostafrika eigen ist. Manchmal wird "Karibu" auch verwendet, wenn man zum Ausdruck bringen will, dass man sich den Problemen und Hürden des Alltags stellt. Man darf und sollte dieses Wort also wirklich ernst nehmen.
Die Kinder und Erzieher im Waisenhaus "Moyo wa huruma" in Geita/Tansania haben im vergangenen Jahr oft "Karibu" gesagt: Nicht nur, weil sich einige Male Besuch aus Deutschland angemeldet hatte, sondern auch, weil mit der Fertigstellung von zwei neuen Schlafsälen 30 neue Kinder aufgenommen wurden und ein Zuhause gefunden haben. Alle diese Kinder sind Vollwaisen, die nach dem Tod der Eltern von Nachbarn versorgt wurden oder sich allein auf der Straße durchschlagen mussten. Sie wachsen jetzt mit den ca. 100 Kindern des Waisenhauses in einer großen familiären Gemeinschaft auf, in der jeder seinen Platz und seine konkreten Aufgaben hat.
Um sie optimal auf ihr späteres Leben vorzubereiten, ist es das Anliegen des Waisenhauses, allen Kindern eine Schulausbildung gemäß ihren Fähigkeiten zu ermöglichen. Die Jüngsten werden in der hauseigenen Vorschule betreut, ab dem 6. Lebensjahr besuchen die Kinder die Primary School (Grundschule) und setzen nach der siebenten Klasse ihre Ausbildung in einer Secondary School (ähnlich Real- oder Oberschule) fort. Manche Kinder benötigen ganz besondere Zuwendung in einer Förderschule, wie zum Beispiel Benedikt, ein ca. 18jähriger, handwerklich begabter Junge, der vor 10 Jahren völlig verstört und desorientiert gefunden wurde und aufgrund eines organischen Defekts nicht sprechen konnte (Septemberbild). Seit 2016 wird er logopädisch-phoniatrisch betreut und es gelingt ihm inzwischen, erste Laute zu bilden. Zwei der ältesten Waisen, Tabiza und Winfrida, haben eine Lehre als Schneiderin absolviert und konnten mit Hilfe des Waisenhauses ihr kleines Geschäft in der Kleinstadt Katoro, ca. 40 km von Geita entfernt, eröffnen. Dort lernen sie jetzt, natürlich mit Unterstützung des Waisenhauses, auf eigenen Beinen zu stehen.
Aber auch Sorgen und Nöte werden miteinander geteilt: als bei Jackson nach einem Fahrradunfall eine bösartige Knochenerkrankung festgestellt wurde und nach der Operation eine Chemotherapie notwendig wurde, erhielt er Hilfe aus Deutschland. Seine Freunde aus dem Waisenhaus waren stets an seiner Seite.
Die Grundversorgung, die medizinische Betreuung und die Ausbildung der Kinder sind mit hohen Kosten verbunden, die das Waisenhaus aus eigener Kraft nicht aufbringen kann. Daher wird dringend finanzielle Unterstützung benötigt. Der Verkauf dieses Kalenders soll dazu beitragen. Bei meinen jährlichen Besuchen vor Ort kann ich mich davon überzeugen, dass diese Unterstützung notwendig ist und sinnvoll eingesetzt wird.
Seit 11 Jahren begleite ich nun die Kinder von "Moyo wa huruma" und nehme Anteil an ihrem Leben. Ich bin dankbar und freue mich sehr, dass sich viele Menschen in meinem Umfeld für diese Kinder engagieren, sei es durch Spenden, Patenschaften oder auch den Erwerb dieses Kalenders, dessen Erlös zu 100% an das Waisenhaus weitergeleitet wird. Danke, dass auch Sie mithelfen! Heißen wir gemeinsam das neue Jahr herzlich willkommen: KARIBU 2018!

Spendenkonto: Missio Aachen
IBAN: DE23 3706 0193 0000 1221 22
BIC (Swift-Code): GENODED1PAX
Pax Bank Köln
Verwendungszweck: TR004716 AIDS-Waisen Geita

Kontakt: AnnetteErbrich@web.de